ANOYO heisst Leben nach dem Tode und auch JENSEITS.

„Kannst du tanzen?“ fragte er mich erregt. „Tanzt du?“
„Nein?![.....] Gut! Dann tanze ich allein, Chef. Geh beiseite, sonst stoße ich dich um.“
Mit einem Satz war er draußen, warf Schuhe, Rock und Weste auf einen Haufen [.....] und begann zu tanzen. Sein Gesicht, das noch von Kohlenstaub starrte, war pechschwarz. Seine Augen leuchteten schneeweiß. Er wirbelte sich in die Luft, fiel mit gebeugten Knien wieder zu Boden und sprang aus dem Sitz wieder empor, als ob er aus Gummi sei. Und immer wieder flog er in die Luft, als hätte er Flügel, um die erhabenen Gesetze der Natur zu bezwingen und im Nichts zu verschwinden. Es war, als befände sich in diesem wurmstichigen Körper die Seele im Kampfe mit dem Fleisch, als wollte sie es mit sich reißen und sich gleich einer Sternschnuppe mit ihm in die Finsternis stürzen. [.....]
„Sorbas! Sorbas!“ rief ich. „Genug!“ [.....] Sorbas dachte nicht daran, auf die Stimme der Erde zu hören. Seine Eingeweide waren schon zum Vogel geworden.

( aus Alexis Sorbas von Nikos Kazantzakis )

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